Zum Zahnerhalt zählen alle Maßnahmen, die helfen den Zahn in seiner Form und Funktion zu erhalten bzw. wiederherzustellen, ohne ihn durch ein künstliches Produkt zu ersetzen.

Professionelle Zahnreinigung

In jedem Mund bildet sich nach ein bis zwei Tagen ein Belag auf den Zähnen, Plaque oder auch Biofilm genannt. Dieser Biofilm besteht aus vielen Bakterien durch deren Stoffwechsel isolierte Kohlenhydrate verwertet und Säuren sowie Zellgifte ausgeschieden werden. Vielen Patienten gelingt es auch durch eine gründliche Zahnpflege nicht, alle Zwischenräume und Nischen in der Mundhöhle zu erreichen und damit diese Bakterien zu entfernen. Zur Vermeidung von Zahnschäden (Zahnkaries) und Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) bis hin zum Knochenabbau (Parodontitis) durch diese aggressiven Substanzen ist daher eine regelmäßige gründliche und professionelle Reinigung des Gebisses in der Zahnarztpraxis sehr zu empfehlen.

Die Professionelle Zahnreinigung (PZR) wird bei uns von speziell fortgebildeten Fachkräften durchgeführt und sie umfasst die vollständige Entfernung versteckter weicher und auch mineralisierter Zahnbeläge oberhalb (Zahnstein) und unterhalb (Konkrement) des Zahnfleisches. Zusätzlich werden eventuell verbliebene Verfärbungen und Ablagerungen mittels Pulverstrahl entfernt und anschließend mit einer abrasiven Prophylaxepaste poliert, um die Zahnoberflächen zu glätten und ein Neuansetzen von Belägen zu erschweren. Zum Schluss werden zum Schutz des Zahnschmelzes alle Zahnoberflächen mit einem speziellen Fluoridlack „versiegelt“.

In mehreren mittlerweile klassischen Studien hat unter anderem Prof. Per Axelsson aus Schweden bereits in den achtziger Jahren nachgewiesen, dass durch die regelmäßige systematische Zahnreinigung das Parodontitis- und Kariesrisiko und damit die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung stark gesenkt werden kann.

Parodontologie

Wenn Zahnfleisch blutet oder sich zurückzieht, wenn sich Zähne lockern oder verschieben, sind das oft Zeichen einer Parodontitis. Bei Erwachsenen ist diese bakterielle Infektionserkrankung, bei der unbehandelt Zahnfleisch und Kieferknochen verloren gehen, die Hauptursache für Zahnverluste.

Auch Kinder und Jugendliche können - in seltenen Fällen - an Parodontitis erkranken.

In der Regel verursacht Parodontitis im Anfangsstadium keine Schmerzen, so dass die Erkrankung häufig unerkannt bleibt. Dabei ist ein frühzeitiges Erkennen und Behandeln wichtig. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen darüber hinaus den Zusammenhang mit verschiedensten Allgemeinerkrankungen. Denn über den Blutweg gelangen die Bakterien in den ganzen Körper und stellen dort ein hohes Risiko für die allgemeine Gesundheit dar. So gilt eine Parodontitis beispielsweise als größter einzelner Risikofaktor für koronare Herzerkrankungen.

Wir sind auf die Behandlung von Parodontitis und Zahnfleischerkrankungen und deren Folgen spezialisiert.

Endodontologie

Unter Endodontologie versteht man den Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich schwerpunktmäßig mit Erkrankungen der Pulpa-Dentin-Einheit, also dem Inneren des Zahnes, beschäftigt und des Gewebes, das die Wurzelspitze des Zahnes umgibt.

Das Ziel der endodontischen Behandlung ist immer die Erhaltung des eigenen Zahnes. Den Großteil des Behandlungsspektrums der Endodontologie macht die Wurzelkanalbehandlung aus. Aber auch Pulpaüberkappungen (Abdeckung des eröffneten Zahnmarks), Wurzelspitzenresektionen (chirurgische Behandlungen der Wurzelspitze des Zahnes) und alle erhaltenden Maßnahmen des Zahnmarks fallen in den Bereich der Endodontologie.

Die Endodontologie erfordert einen erheblichen technischen und teilweise auch zeitlichen Aufwand, wofür in unserer Praxis alle notwendigen Geräte eingesetzt werden, wie z.B. maschinelle Nickel-Titan-Aufbereitungsinstrumente, Ultraschall-Instrumente, Operationsmikroskope und die elektronische Wurzelkanal-Längenbestimmung.